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Unfallsimulation: Wie AUREL dazu beiträgt, das Verhalten im Straßenverkehr zu ändern

22. Dezember 2025

Wir alle wissen, dass wir uns voll und ganz auf das Fahren konzentrieren sollten. Aber mal ehrlich – wer hat noch nie sein Handy gecheckt oder nach seinem Lieblingssong gesucht? In der Tschechischen Republik ereignet sich durchschnittlich alle 20 Minuten ein Verkehrsunfall. Knapp ein Viertel davon wird durch solche kleinen Unachtsamkeiten verursacht. Theorie und Vorschriften sind eine Sache, aber um sich des Risikos voll bewusst zu werden, braucht man Praxis und Emotionen. Einen Unfall am eigenen Leib selbst zu erproben. Sicher, aber realitätsnah. Genau darauf zielt das Projekt „Virtuelle Verkehrszone“ ab, dessen Partner wir sind.

Virtuelle Verkehrszone: Drei Pfeiler, ein starkes Erlebnis

Das Projekt Virtuelle Verkehrszone verbindet drei einzigartige Lösungen der virtuellen Realität miteinander. Hinter dem ganzen Projekt steht die Plattform VISION 0, deren Ziel es ist, langfristig die Zahl der Todesopfer und Schwerverletzten auf tschechischen Straßen auf null zu senken. Die virtuelle Verkehrszone ist einer der Schritte, um diesem Ziel näher zu kommen. Sicher, aber dennoch anschaulich und unter Einsatz von Technologien, die sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Ausprobieren einladen:

  • Simulierter Unfall – Simulation von Verkehrssituationen aus der Sicht eines Autofahrers, Fußgängers und Radfahrers. Gerade bei der Entwicklung dieses Pfeilers haben wir bei AUREL mit unserem Know-how geholfen.
  • Movitren – realistischer Fahrsimulator des Verbands der Fahrschulen mit Bewegung in drei Achsen, geeignet sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Fahrer.
  • VR Rescue – Erste-Hilfe-Training in virtueller Realität, einschließlich Übung der Herzmassage.

Wie die Unfallsimulation entstanden ist

Unsere Rolle begann dort, wo theoretische Lehren enden. Wir wollten nicht nur Verkehrssituationen in 3D umsetzen – unser Plan war ein glaubwürdiges und vor allem intensives Erlebnis, das bei den Teilnehmern einen starken Eindruck hinterlassen würde. Um dies zu erreichen, haben wir unsere Erfahrungen in den Bereichen Verkehrssicherheit, Digitalisierung und virtuelle Realität miteinander verbunden. Wie sind wir konkret vorgegangen?

  1. Auswahl realer Situationen: Der erste Schritt bestand in der Analyse tatsächlicher Verkehrsunfälle und des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer. Unsere Anwendung enthält neun Szenarien, die die häufigsten, aber oft unterschätzten gefährlichen Momente modellieren.
  2. Drei Blickwinkel erhöhen die Empathie: Der Teilnehmer kann jede Situation als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer ausprobieren. Erst wenn Sie sich in der verletzlichen Rolle eines Fußgängers befinden, werden Sie begreifen, warum es wichtig ist, langsamer zu fahren. Das Gleiche gilt aber auch umgekehrt – auch für Fußgänger oder Radfahrer ist es von Vorteil, die Umgebung einmal mit den Augen eines Autofahrers zu betrachten.
  3. Ein Erlebnis, das lehrt: Für eine realitätsnahe Erfahrung haben wir auch Bewegungen hinzugefügt. Fußgänger steuern die Szene durch Körperbewegungen, Radfahrer treten auf einem Trainingsgerät in die Pedale und Autofahrer benutzen Pedale. Die Szene ändert sich sofort entsprechend Ihrer Reaktion.

Eine Herausforderung war die Lösung für Autofahrer. Es steht nämlich nicht immer ein vollwertiger Fahrsimulator zur Verfügung. Deshalb haben wir einfache Kunststoffpedale entwickelt, in die der Controller des VR-Headsets eingesetzt wird. Dies ermöglicht es dem Benutzer, die Bremse und das Gaspedal sogar in der Schulbank zu bedienen, wenn die virtuelle Verkehrszone einen Besuch bei Schulkindern oder Studenten macht.

Kraft der virtuellen Realität

Da die Teilnehmer buchstäblich in die Verkehrssituation hineingezogen werden, können wir echte Emotionen wie Schock, Überraschung oder das Bewusstsein für die eigenen Grenzen hervorrufen. Und genau dank ihnen bleibt die Erinnerung an dieses Erlebnis lange erhalten – laut einer Umfrage der Agentur GEN erinnern sich die Teilnehmer oft spontan daran, wenn sie Auto fahren oder die Straße überqueren. Das führt beispielsweise dazu, dass man an Fußgängerübergängen langsamer fährt oder mehr auf die Umgebung, Fußgänger oder Kinder achtet.

Die Unfallsimulation funktioniert auch als eine bestimmte Art Training. Wenn man sich nämlich in der Zukunft in einer ähnlichen Situation wiederfindet, kann man diese mit größerer Sicherheit bewältigen. Das bestätigen übrigens auch die Teilnehmer der Unfallsimulation selbst. Bei einer Umfrage gaben 88 % von ihnen an, dass sie dank der Simulation reale Verkehrssituationen besser bewältigen würden. 

Wir treiben das Projekt weiter voran

Die Entwicklung der Unfallsimulation endet für uns nicht. Wir arbeiten bereits an einer Neuheit, die das Erlebnis noch realistischer machen wird. Der Crash-Simulator zieht den Sicherheitsgurt an und schiebt den Sitz schnell nach hinten. Die Intensität kann nach Bedarf eingestellt werden, sodass auch Kinder oder Senioren eine realitätsnahe Kollision ausprobieren können. 

Die Unfallsimulation ist für die Teilnehmer attraktiv und interessant, aber es geht dabei keineswegs nur um Unterhaltung. Es handelt sich um ein Instrument, das einen realen Einfluss auf die Sicherheit hat – und wir bei AUREL sind stolz darauf, dass wir dank unseren Mitarbeitern und Technologien zur Verwirklichung des Ziels VISION 0 beitragen können. Wir haben bereits mehr als 5.000 Unfallsimulationen hinter uns und sind davon überzeugt, dass je mehr Unfälle in der virtuellen Realität passieren, umso weniger Unfälle wird es in Zukunft auf den tschechischen Straßen geben. 

 

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